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Isabell Fließ macht ihre Ausbildung zur Straßenwärterin in einem männlich dominierten Arbeitsumfeld

Bild von Isabell Fliess
(© Hannover Airport Archiv, Lisa Rode)

Die Co-Piloten am Hannover Airport sitzen nicht im Cockpit – sie betreuen zahlreiche zukunftsweisende Projekte am gesamten Flughafen. Und sorgen dafür, dass eine viel langfristigere Reise gelingt – in Richtung einer umweltfreundlicheren Zukunft. Damit der Hannover Airport bis 2045 klimaneutral wird.

Der Ausbildungsberuf „Straßenwärter“ ist eher unbekannt. Vor allem wird er von Kommunen und Städten angeboten. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Sie gliedert sich in verschiedene Bereiche: den praktischen Teil am HAJ, die überbetriebliche Ausbildung in den Bildungs- und Tagungszentren der Bauwirtschaft und die Berufsschule.

Diese findet in Form von Blockunterricht in Cadenberge statt. Etwa zwanzig Wochen im Jahr verbringen die Azubis dort. Außerdem ist der Erwerb des Lkw-Führerscheins fester Bestandteil der Ausbildung.

Traumjob im Freien

Fließ hatte diesen bereits, als sie zum HAJ kam. Nach ihrer Zeit bei der Bundeswehr informierte sie sich im Internet und dann auch auf dem Berufsinformationstag auf dem HAJ-Campus über die Ausbildung.

Warum sie sich für diesen Beruf entschieden hat? Ein Job mit wenig Tätigkeiten in geschlossenen Räumen war ihr wichtig. Die 31-Jährige ist auch privat gerne im Freien unterwegs. Täglich fährt sie mit dem Fahrrad aus Hannover-Linden zum Airport.

Zu den Hauptaufgaben der Straßenwärter zählt die Grünflächenpflege. Dabei sind die Straßenwärter täglich auf dem gesamten HAJ-Gelände unterwegs. Es gibt immer etwas zu tun, denn das gesamte Areal umfasst über 599 Hektar.

Eine besonders wichtige Aufgabe kommt in der kalten Jahreszeit dazu. Im Winterdienst-Einsatz werden der gesamte Flughafen und insbesondere die Start- und Landebahnen sowie das Vorfeld schnee- und eisfrei gehalten.

  • Ausbildung von jungen Frauen in männlich dominierten Berufen
  • im gesamten Flughafen-Konzern
  • um Gendergrenzen aufzubrechen
  • um Gleichberechtigung zu leben
Frühling am HAJ: Unter anderem stehen Mäharbeiten auf den Vorfeldflächen auf der To-do-Liste von Isabell Fließ und ihrem Team.
Frühling am HAJ: Unter anderem stehen Mäharbeiten auf den Vorfeldflächen auf der To-do-Liste von Isabell Fließ und ihrem Team. (© Hannover Airport Archiv, Lisa Rode)

Für Fließ ist es ihr Traumjob: Viel draußen an der frischen Luft und das Fahren mit großen Geräten und Fahrzeugen sind das Besondere daran. Dass sie als Frau in einem männlich dominierten Bereich arbeitet, stört sie nicht. Sie kann sich durchsetzen und weiß, wie sie mit ihren Kollegen umgehen muss.

Im Sommer 2023 beendet sie ihre Ausbildung und wird am HAJ bleiben. Die Ausbildung am Airport erfolgt bedarfsgerecht, sodass alle guten Azubis im Anschluss ihrer Ausbildung einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten.

Bis 2030 droht in Deutschland eine Lücke von etwa drei Millionen Fachkräften. Bis 2040 sogar 3,3 Millionen.* Dabei sind qualifizierte Mitarbeiter der Grundstein für wirtschaftlichen Erfolg. Deshalb investiert der Hannover Airport viel in die Ausbildung junger Menschen. Besonders wichtig dabei: auch Frauen in typischen Männerberufen eine Ausbildung bieten.

* Forschungsinstitut Prognos AG 2017

Nachhaltigkeitsbericht und Umwelterklärung 2022–2024
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