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CO2-Piloten fahren elektrisch

Rene Jeske und Felix Markus Meyer neben einer eGPU
Felix Markus Meyer und René Jeske stellen den Fuhrpark der AGS auf Elektromobilität um. © Hannover Airport

Die Co-Piloten am Hannover Airport sitzen nicht im Cockpit – sie betreuen zahlreiche zukunftsweisende Projekte am gesamten Flughafen. Und sorgen dafür, dass eine viel langfristigere Reise gelingt – in Richtung einer umweltfreundlicheren Zukunft. Damit der Hannover Airport bis 2045 klimaneutral wird.

145 Fahrzeuge umfasst der Fuhrpark der AGS. Bereits 65 Prozent davon sind elektrisch betrieben. Eine Entwicklung, die nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Gesundheitsschutz der Mitarbeiter zugutekommt.

Schon seit den 1970er Jahren wurden im Gepäckumschlag E-Fahrzeuge eingesetzt. Weil sie im Gebäude fahren, musste auf Abgase verzichtet werden. Eine Notwendigkeit, die alle Flughäfen gemeinsam haben. Heute denken
Jeske und Meyer weiter: Sämtliche Fahrzeuge aus dem Fuhrpark sollen elektrisch betrieben werden. Dafür werden Geräte nach und nach angeschafft oder alte Geräte entsprechend umgerüstet.

CO²-NEUTRALE ABFERTIGUNG

Wenn die Bedingungen stimmen, können bereits heute mehrere Flieger gleichzeitig CO₂-neutral abgefertigt werden: eGPUs zur Stromversorgung, elektrische Schlepper und Förderbänder, Fluggasttreppen und sogar Push-back-Fahrzeuge. Aktuell stecken Jeske und Meyer mitten in der Beschaffung elektrischer Wasser- und Abwasserfahrzeuge für die Flugzeugabfertigung.

  • Beschaffung von E-Abfertigungsgeräten
  • Umbau von Dieselfahrzeugen auf Elektromobilität
  • Ausbau der Ladeinfrastruktur
  • Auf dem Vorfeld
  • Um zukunftsfähig zu sein
  • Um den Gesundheitsschutz der Mitarbeiter zu fördern
  • Um Emissionen zu senken

AUS ALT MACH NEU

Auch beim Einkauf neuer Fahrzeuge steht die Nachhaltigkeit im Fokus. Wenn möglich, werden Bestandsgeräte aus dem Fuhrpark auf alternative Antriebe umgerüstet. So können alte Teile weiterverwendet und Emissionen in der
Produktion gesenkt werden. Ein „Second Life“ hat in 2025 beispielsweise ein alter Dieselschlepper erhalten: Beeindruckende 17.580 Stunden ist er seit Dienstantritt in 2011 bis zu seinem Umbau gelaufen. Das entspricht etwas mehr als zwei Jahren. Währenddessen hat das Fahrzeug circa 81.000 Liter Diesel verbraucht. Das entspricht einem CO₂-Ausstoß von 214 Tonnen. Heute fährt er elektrisch. Und spart damit große Mengen Emissionen.

Die ganze Geschichte lesen Sie hier >>>

DAS TEAM IST ÜBERZEUGT

Überzeugungsarbeit müssen die Kollegen selten leisten. Das Abfertigungsteam der AGS erkennt die Vorteile der nachhaltigen Geräte und greift selbstständig gern zur neuen Technologie. Denn die Erfahrung zeigt: Es läuft gut.
Doch Disziplin auf allen Seiten gehört dazu. Damit die Geräte jederzeit geladen und somit einsatzfähig sind. Nichtsdestotrotz hält Jeske vorerst weiterhin Dieselgeräte als Redundanzen vor. Denn Sicherheit und der reibungslose Betriebsablauf haben Vorrang.

Pushback-Fahrzeug an einem Flugzeug
Elektrische Power: Die Push-back-Fahrzeuge am HAJ schleppen bis zu 280 Tonnen. © Hannover Airport

VORTEILE FÜR ALLE

Durch den elektrischen Antrieb der Geräte wird der CO₂-Ausstoß am HAJ massiv verringert. Gerade durch die kurzen Strecken während der Abfertigung arbeiten E-Fahrzeuge effizient. In 2024 wurden so bereits 620 Tonnen CO₂ eingespart. Power haben die Geräte auch: Ein elektrisch betriebenes Push-back-Fahrzeug kann bis zu 280 Tonnen bewegen. Auch die Mitarbeiter profitieren von der Umstellung: weniger Lärm auf dem Vorfeld, kaum Abgase während der Arbeit. Gesundheitsaspekte, die überzeugen.

Kristian-Thorge Neumann, (FHG) Leiter Flugbetrieb

EIGENE LADEINFRASTRUKTUR

Wer seinen Fuhrpark in dieser Größenordnung auf E-Mobilität umstellt, muss auch die passende Ladeinfrastruktur vorhalten. Ein Prozess, der Zeit in Anspruch nimmt. Seit 2017 gibt es eine große Ladestation mit mehreren Ladepunkten zwischen Terminal A und B. Am Vorfeld West wurde ein weiterer Ladepunkt errichtet. In der Planung sind zwei weitere Ladeflächen mit mehreren Ladepunkten an der Hauptvorfeldzufahrt und an der Geräteunterstellhalle der AGS. Der Fokus liegt dabei in der gesamthaften Planung. Für ein effizientes Lademanagement. So können künftig ausreichend Möglichkeiten vorgehalten werden, um alle Abfertigungsgeräte jederzeit einsatzbereit zu halten.

ENERGIE EFFIZIENT TEILEN

Wenn ein Flugzeug am Terminal parkt, erhält es Strom von der angedockten Fluggastbrücke. Dafür wird nicht jederzeit die komplette Kapazität benötigt. Mittels „Power Share“ wird der Strom, der gerade nicht zum Betrieb des Flugzeuges genutzt wird, an den Fuhrpark abgegeben. Eine intelligente Steuereinheit kann die Lasten je nach Bedarfen verteilen. Per Wallbox am Gebäude können Fahrzeuge geladen werden. Das System wird an zwei Fluggastbrücken getestet.

Umwelterklärung 2025–2027
Die aktuelle Umwelterklärung zum Download

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