Zwischen Gräsern und Jets: Mäharbeiten an der Nordbahn
Sondereinsatz am HAJ: Die Kollegen der Flughafenmeisterei bereiten die nördlichen Grünflächen neben der Runway auf. Rund 95 Hektar müssen an einem Tag gemäht werden. Für den sicheren Flugbetrieb.
20 Meter neben den Pisten mähen die Kollegen der Flughafenmeisterei das Gras besonders kurz. So sind Schilder für die Piloten jederzeit gut sichtbar. Und Fremdköper fallen bei Bahnkontrollen leichter auf. Abseits dieses Sicherheitsstreifens darf das Gras höher wachsen: Etwa 25 Zentimeter. Ein guter Kompromiss für Natur und Sicherheit.

Ein starkes Team
Mäharbeiten dieser Größenordnung müssen gut geplant sein. Für einen reibungslosen Ablauf werden die Betriebsflächen während der Arbeiten, wenn möglich, gesperrt. Dann greift eine Hand in die andere: Bis zu 15 Mitarbeiter mähen, kehren und laden gleichzeitig. So kann die Fläche innerhalb eines Tages vollständig bearbeitet werden. Geflogen wird derweil auf der Südbahn.

Hektar an einem Tag

Vielfältige Technik
Spezielle Mähfahrzeuge ermöglichen das effiziente Mähen an allen Stellen rund um das Start- und Landebahnsystem. Mit Großflächenmähwerken von bis zu Neuneinhalb Metern Breite wird das Gras auf den Grünflächen gemäht. Lampen und Schilder werden mit kleineren Geräten ausgemäht. Ergänzt durch Handarbeit mit Motorsensen. Ladewagen und Kehrmaschinen sorgen für Sauberkeit und den Abtransport des Mähguts.
Kompost als Dünger
Allein auf dem Sicherheitsstreifen fallen je nach Graslänge bis zu 150 Tonnen pro Grünschnitt an. Dieser wird direkt am HAJ kompostiert. Für umliegende Landwirte ist er als Heu unbrauchbar. Denn das Jakobs-Kreuzkraut, das am Airport wächst, ist für Nutztiere giftig. Stattdessen wird die Mahd später als Kompost wieder auf den Flächen ausgebracht. Im weitläufigeren Umfeld der Start- und Landebahnen bleibt das gemähte Gras als Mulch direkt auf den Flächen und verwittert vor Ort.

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