Achtsamkeit als Reisebegleiter
„Vorfreude ist die schönste Freude“, sagt ein Sprichwort. Das stimmt. Allerdings: je näher der Abflugtag, desto größer die Anspannung. Ist der Koffer gut gepackt? Sind alle Formalitäten erledigt? Hoffentlich funktioniert die Anfahrt zum Flughafen. Kopf und Körper befinden sich auf „Karussellfahrt“.
Alles auf Adrenalin
Das Nervensystem reagiert auf Stress. Adrenalin wird ausgeschüttet. Kurze Zeit später Cortisol. Das Ergebnis: der Blutzuckerspiegel steigt an. Der menschliche Urinstinkt „kämpfen oder fliehen“ ist reflexartig mobilisiert. Dabei sollte die kommende Phase eine genussvolle sein! Mit der Ankunft am Hannover Airport beginnt die langersehnte Urlaubszeit.
Einatmen, ausatmen
Ein Akutmittel gegen Nervosität vor dem Abflug? Atemübungen! Sie senken Blutdruck und Aufregung. Die Stuhlreihen im Wartebereich dienen als Meditationsraum. Aufrecht hinsetzen. Augen schließen. Füße stehen flach auf dem Boden. Der Atem wird bewusst durch die Nase eingezogen. Langsames Zählen. Eins. Zwei. Drei. Die Luft verlässt ebenso bewusst den Körper. Die Schultern senken sich entspannt ab.

T-Shirt oder Thermohose
Das Reiseziel bestimmt die Reisekleidung. Für den Mittelmeerraum im Hochsommer eignen sich leichte Kleidungsstücke. Geht es nach Lappland im Herbst, freut sich der Körper über wärmende Textilien. Für die Überbrückung von Temperaturzonen hilft der „Zwiebellook“. Eine Faustregel gilt für alle Destinationen: je länger der Flug, desto bequemer das Outfit.
H2O-Wellness
Einmal pro Stunde ein Glas mit mindestens einem Viertelliter Wasser trinken. Das beugt Kopfschmerzen und Müdigkeit vor. Zudem wird der Flüssigkeitsverlust in höchster Höhe kompensiert. Alkohol verstärkt die physische Belastung während des Fluges. Auf dessen Verzehr also am besten ganz verzichten.

Workout für die Glieder
Waden heben, Knie beugen. Armstrecken, Kopf kreisen. Bewegung bringt Schwung in den Körper. Und schützt vor Reisethrombosen. Unterstützend eignen sich handelsübliche Kompressionsstrümpfe. Gegen Übelkeit helfen freiverkäufliche Antihistaminika. Wen mögliche Turbulenzen stören, bucht Plätze im mittleren Flugzeugbereich.
Der Schlafrhythmus mag´s länger
Jet-Lags beeinflussen die Körperwahrnehmung. Von West nach Ost dauert die Kompensation der Zeitzonen länger als von Ost nach West. Der Grund: Richtung Osten wird der Tag kürzer. Das bedeutet Stress für den Körper. „Tageslichtbooster“ gelten erste Hilfe für die „innere Uhr“. Am Zielort mittags unter freiem Himmel eine Pause einlegen! Und an den kommenden Tagen wiederholen.

10 Tipps für eine achtsame Flugreise
Plätze im mittleren Flugzeugbereich senken die spürbare Wahrnehmung von Turbulenzen. Buchen Sie Ihre Wunschplätze frühzeitig.
Planen Sie genügend Zeit für Ihre Anfahrt zum Flughafen ein. Manchmal reduziert die Anreise am Tag zuvor organisatorische Stressfaktoren.
Freiverkäufliche Antihistaminika helfen gegen Reiseübelkeit. Je nach Darreichungsform empfiehlt sich die Einnahme von acht Stunde bis zu einer Stunde vor Abflug.
Handelsübliche Kompressionsstrümpfe sind insbesondere für lange Flugstrecken sinnvoll. Sie gehören auf die Urlaubsplanungsliste.
Trinken Sie bereits vor dem Start ausreichend viel Wasser. Alkohol sollte nur in geringem Maße verzehrt werden. Während der Flugzeit gilt: mindestens 0,25 Liter Wasser pro Stunde zu sich nehmen.
Sorgen Sie für ausreichende Mobilität. Nutzen Sie beispielsweise die Abflughalle als „Indoor-Walking-Zone“.
Atemübungen helfen bei Unruhe und Aufregung. Auch Ihre entspannte Lieblingsmusik auf dem Ohr reduziert die Anspannung.
Während des Fluges freuen sich Ihre Gliedmaßen, Schulter und Kopf über Bewegung. Auch im Sitzen.
Nach der Landung entspannt auf dem Ausstieg warten. Den Sicherheitsgurt lösen Sie erst nach den Abschnallzeichen.
Das Kofferband steht noch still? Nutzen Sie auch die Ankunftshalle für eine unkomplizierte Bewegungseinheit.
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